Osteopathie im Sport
Wie die ganzheitliche Therapie Leistung und Regeneration unterstützt
Sportler stehen oft unter erheblicher körperlicher und mentaler Belastung und verlangen ihrem Körper regelmäßig Höchstleistungen ab. Unabhängig davon, ob es sich um Profis oder ambitionierte Freizeitsportler handelt, sind Verletzungen, Verspannungen und Überlastungserscheinungen häufige Begleiter des sportlichen Alltags. Osteopathie bietet einen ganzheitlichen Ansatz, um Sportlern bei der Regeneration, Prävention, Nachsorge und auch bei der Leistungssteigerung zu helfen.
Gut zu wissen:
Osteopathie wird von den meisten Krankenkassen bezuschusst. Informieren Sie sich diesbezüglich gerne über die Kostenerstattung.
Was ist Osteopathie und wie wird diese Behandlungsform im Sport eingesetzt?
Die Osteopathie begreift den menschlichen Körper in seiner Gesamtheit und die Individualität eines jeden Patienten steht in dieser ganzheitlichen Therapie im Vordergrund, denn jeder Mensch ist hinsichtlich seiner Körperstatik, seines Stoffwechsels sowie der Körperfunktionen, seiner Genetik, seiner Lebensgeschichte und seiner Lebensführung gänzlich einzigartig. So muss der Osteopath während der spezifischen Untersuchung die jeweiligen Fehlfunktionen des Körpers ausfindig machen und diese in der anschließenden auf den Patienten ausgerichteten osteopathischen Behandlung therapieren. Osteopathen, die sich auf die Betreuung und Behandlung von Sportlern spezialisiert haben, müssen die sportspezifischen Belastungen für die Haltung, die Motorik und den gesamten Körper berücksichtigen.
Unabhängig davon, ob es sich um Hobbysport, Leistungssport oder Profisport handelt – Sport zu betreiben verlangt stetig Höchstleistungen vom Sportler ab, die über Jahre hinweg ihre Spuren im Körper hinterlassen. Um den Herausforderungen der Sportart gerecht zu werden, muss sich der Körper des Sportlers im Hinblick auf seine Statik sowie der Motorik an die spezifischen und wiederkehrenden Anforderungen bestmöglich anpassen, um Höchstleistung und auch das Maximum an Gesundheit zu ermöglichen. Eben jene Anpassung an den Sport unterscheidet den Körper eines Sportlers von dem Körper eines „durchschnittlichen“ Menschen. Ebenso gibt es auch Unterschiede zwischen den körperlichen Anforderungen und Abläufen der einzelnen Sportarten, die der Osteopath bei seiner Diagnose und Behandlung berücksichtigen muss. Zusätzlich zum allgemeinen ganzheitlichen osteopathischen Ansatz benötigt der Osteopath ein grundlegendes Verständnis der spezifischen Abläufe einer Sportart.
Die Osteopathie nutzt sowohl sanfte als auch mobilisierende oder strukturelle Untersuchungstechniken, um Funktionsstörungen wie Bewegungseinschränkungen, Verspannungen, Verklebungen, Blockaden, Unterversorgungen, Reizungen und Dysbalancen innerhalb der Körpersysteme zu erkennen. Die folgenden Körpersysteme werden bei der Untersuchung und osteopathischen Behandlung berücksichtigt.
Das Organsystem
Das Bindegewebe
Die Organe sind über massive Strukturen von Bindegewebe und Bändern umgeben und untereinander befestigt. Das Bindegewebe ist einerseits dafür zuständig, um den Strukturen Halt und Stabilität zu verleihen und gleichzeitig führt das Bindegewebe auch Gefäße und Nervenbahnen. Das Bindegewebe verbindet die Beckenorgane untereinander – darüber hinaus auch mit den Organen des Bauchraumes sowie mit dem Knochengerüst (Becken und Wirbelsäule).
Der Bewegungsapparat
Der Osteopathie betrachtet getreu nach dem ganzheitlichen Vorgehen der Osteopathie den Bewegungsapparat und untersucht dabei das Knochengerüst, die Gelenkflächen und die Muskulatur. Bei Asymmetrien und Fehlstellungen in der Statik des Bewegungsapparates können aus osteopathischer Sicht Gewebespannungen über das Bindegewebe auf das Organsystem übertragen werden und somit an diese Regionen zu Fehlfunktionen führen.
Das Nervensystem
Das Nervensystem ist in der Osteopathie ein sehr zentrales System – ein kompliziert angelegtes Netzwerk, das quer durch den menschlichen Körper streift. Es versorgt die gesamte Muskulatur und das Organsystem mit nützlichen Informationen, die die Aktivität der Organe steuern. Dysfunktionen im Bereich der Wirbelsäule und im weiteren Verlauf können die Arbeit des Organsystems irritieren.
Das Gefäßsystem
Das Gefäßsystem fungiert einerseits als Versorger und andererseits als Entsorger des gesamten Körpers. Verglichen mit dem Wässern einer Pflanze agiert das Gefäßsystem als „Versorgungssystem“ mit notwendigen Nährstoffen. Obendrein müssen Abbauprodukte adäquat entsorgt werden, damit das Milieu des Unterleibs „reingehalten“ werden kann. Andernfalls kann es aus osteopathischer Sicht zu potenziellen Entzündungen führen.
Das Hormonsystem
Der Unterleib und speziell der Menstruationszyklus sind in erster Linie vom Hormonsystem gesteuert. Das Gehirn sendet Hormone als Botenstoffe an die Eierstöcke, die wiederum Östrogene und Progesteron je nach Stadium des Zyklus ausschütten. Die Östrogene steigen an und begünstigen den Eisprung, das Progesteron wiederum wird als das Schwangerschaftshormon bezeichnet und wird nach dem Eisprung vom Gelbkörper gebildet. Eine Fehlsteuerung der Becken-Hirn-Achse kann das Hormonsystem aus der Balance bringen. Das Hormonsystem untersteht ständigen Veränderungen und erfordert stetige Anpassungsmechanismen vom Körper einer Frau – verglichen mit dem Auseinandergleiten der Kugeln eines Pendels, die allesamt wieder in die Balance geraten sollten, damit das System der Frauin einem stabilen Gleichgewicht funktionieren kann. Darüber hinaus hat die Schilddrüse eine erweiterte Rolle für das Funktionieren der Eierstöcke.
Das mentale System
Die Osteopathie ist stets gewillt den Körper des Patienten bestmöglich zu verstehen und die Ursachen der vorliegenden Beschwerden zu ermitteln. Infolgedessen wird eine auf den Sportler abgestimmte Osteopathie-Behandlung durchgeführt und damit Reize in Richtung Rekonvaleszenz gesetzt.
Osteopathie im Sport: Anwendungsbereiche
- Prävention von Verletzungen: Durch die osteopathische Untersuchung können Dysbalancen und Bewegungseinschränkungen frühzeitig erkannt und behandelt werden, bevor sie zu Verletzungen führen.
- Förderung der Regeneration: Nach intensiven Trainingseinheiten oder Wettkämpfen begleitet die Osteopathie den Körper bei der Regeneration, indem sie die Verspannungen aufdeckt und den Stoffwechsel unterstützt.
- Behandlung akuter und chronischer Beschwerden: Verletzungen, Reizungen, Überlastungen, Verspannungen und Blockaden werden mit gezielten osteopathischen Techniken entgegengewirkt, um Heilungsprozesse zu beschleunigen.
- Leistungssteigerung: Ein ausgeglichener und funktionstüchtiger Körper ist die Basis für sportlichen Erfolg, Leistungsvermögen, Regeneration und Gesundheit.
Die Säulen der komplexen Begleitung von Sportlern in unserer Osteopathiepraxis
Manuelle Behandlungen:
Ganzheitliche Behandlungen:
Funktionelle Neurologie
Ernährung & Stoffwechsel:
Mentale Begleitung:
Die Behandlung: Was erwartet Sportler?
Im Anschluss an die Anamnese erfolgt die gründliche körperliche körperliche Untersuchung, die dem Osteopathen Aufschluss über die zugrunde liegenden Ursachen der Beschwerden gibt. Dabei werden alle Systeme des Körpers gleichermaßen berücksichtigt und begutachtet, denn der menschliche Körper ist dynamisch und zu markanten Kompensationsmechanismen imstande. Alle Systeme müssen wohlgeordnet funktionieren und gleichermaßen wie die Zahnrädchen eines Uhrwerkes nahtlos miteinander interagieren, um den Körper leistungsfähig zu halten.
Doch trotz der Ganzheitlichkeit einer osteopathischen Betreuung von Sportlern, ist die Betrachtung des Bewegungsapparates in vielen Fällen von primärer Bedeutsamkeit. Denn der Bewegungsapparat dient als das Hauptwerkzeug und Instrument eines Sportlers und ist gleichermaßen anfällig für Überlastungen, Reizungen, Blockaden, Verspannungen, Bewegungseinschränkungen sowie für körperliche Traumata. Jene durch den Sport entstandenen Einflüsse können die Leistungsfähigkeit des Körpers mindern oder gar spätere Beschwerden hervorrufen. Damit der Sportler vom seinem Körper Höchstleistungen im Hinblick auf Beweglichkeit, Dynamik, Kraft, Ausdauer, Stabilität, Schnelligkeit, Mobilität, Koordination und Ansteuerung abverlangen kann, muss sich der Bewegungsapparat in seiner Statik und Motorik in einem stabilen Gleichgewicht befinden. Die osteopathische Behandlung wir stets an die spezifischen Bedürfnisse, die individuellen Ursachen sowie an die jeweiligen Anforderungen angepasst.
Die Rolle des Organsystems für die Sportosteopathie
Das Organsystem wir auf dem ersten Blick häufig in der osteopathischen Betreuung von Sportlern vernachlässigt, ist aus Sicht des Osteopathen jedoch von entscheidender Bedeutung für die Leistungsfähigkeit, Statik und Regeneration. Das Organsystem fungiert im Hintergrund als Dauerläufer als eine Art Regulator des Körpers. Die ständigen Anpassungen des Stoffwechsels an die hohen körperlichen Belastungen, die Bereitstellung aller wichtigen Spurenelemente, die Regulation des pH-Wertes sowie die Entgiftung von körpereigenen Abbauprodukten sind aus osteopathischer Sicht die heimlichen Stellschrauben für ein gutes Funktionieren, Vitalität, Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Regeneration. Regelmäßiges Übermüden der Muskulatur, Sehnenreizungen, Muskelverspannungen, regelmäßige strukturelle Verletzungen der Muskulatur und Leistungsknicks können aus Sicht der Osteopathie auf eine Fehlfunktion auf Ebene des Organsystems.
Die Rolle des Immunsystems beim Sport
Ein Sportler vollbringt in regelmäßigen Abständen Höchstleistungen und geht mitunter über die körperlichen und mentalen Grenzen hinaus, um die gesteckten Ziele zu erreichen. In diesem Kontext sind als Ausgleich eine Belastungssteuerung und eine adäquate Regeneration von Nöten, um die verbrauchten Ressourcen wieder aufzufüllen. Die regelmäßige Belastung eines Sportlers erfordert vom Hormonsystem, vom Nervensystem, vom Stoffwechsel und von der Psyche einen Ausnahmezustand, um das Maximum herauszuholen. Sport bedeutet Stress und dieser Stress stellt alle nötigen Energiereserven parat und auch der Blutzuckerspiegel erhöht sich – ähnlich wie die Ausschüttung von Stresshormonen. Der Körper hat eine Reihe an Kompensationsmechanismen, wie etwa die Aktivierung des Immunsystems als Antwort auf den stressigen Zustand. Wenn das Stresslevel dauerhaft erhöht wird, kann das Immunsystem den Körper belasten – Leistungsminderung, Erschöpfung, Verletzungsanfälligkeit und Burnout können die Folgen sein.
Osteopathie als Ergänzung zum klassischen Training
Osteopathie ersetzt keine medizinische Notfallversorgung oder Physiotherapie, sondern ergänzt diese sinnvoll. Viele erfolgreiche Sportler integrieren osteopathische Behandlungen fest in ihre Trainingsroutine, um langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben. Die Osteopathie bietet Sportlern eine effektive Möglichkeit, Beschwerden vorzubeugen, die Regeneration zu fördern und die sportliche Leistungsfähigkeit zu steigern.
Was wir bieten: Ein ganzheitliches Therapiekonzept
Neben der eingehenden und individuellen Betreuung von Erwachsenen und Sportlern bieten wir als zertifizierte Osteopathen in unserer Praxis für Osteopathie Hamburg auch Osteopathie für Senioren, Frauengesundheit, Osteopathie in der Schwangerschaft sowie Kinderosteopathie an. Die Infusionstherapie im Rahmen der Orthomolekularen Medizin deckt etwaige Mangelzustände auf und stärkt Sie in Ihrer Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus erweitert die traditionelle chinesische Medizin samt Akupunktur, Moxibustion, Kräutertherapie, Schröpftherapie und Tuina unsere holistische Betreuung von Leistungs- und Hobbysportlern.
